Fragen & Antworten

Sterbegeldversicherung? - Ich habe eine Risikolebensversicherung!

Zwei Versicherungen, die das selbe Risiko versichern: den Tod. Doch wo ist da eigentlich der Unterschied?

Die Risikolebensversicherung dient dem finanziellen Schutz der Familie und wird zumeist eingesetzt, wenn es große Kreditsummen abzusichern gilt. Das kann beispielsweise die Hypothek für das Eigenheim sein oder aber der Kredit für das Traumauto. Die hier abgeschlossene Versicherungssumme ist also für die Begleichung der Kreditverbindlichkeiten im Todesfall vorgesehen, damit die nahen Angehörigen keine Schulden erben müssen. Die Risikolebensversicherung läuft regelmässig maximal nur bis zum 65. Lebensjahr, dann endet der Versicherungsvertrag und die dazugehörige Absicherung. Die Lebenserwartung liegt aber deutlich höher und es ist sehr wahrscheinlich, das Sie wesentlich älter als 65 werden - und dann?

Die Sterbegeldversicherung ist hier die optimale Ergänzung, denn sie läuft lebenslang - und das bei geringen Beiträgen. Ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal ist das Absicherungsziel: die Sterbegeldversicherung versichert zwar auch den Todesfall, sie soll aber keine Kreditverbindlichkeiten besichern, sondern dafür Sorge tragen, dass der letzte Weg würdevoll und für die Angehörigen finanziell nicht belastend begangen werden kann.

Die Sterbegeldversicherung und das Sparbuch - Eine Gegenueberstellung

Ein Beispiel mit 6.000 Euro

Ich kann 25 Euro pro Monat sparen, die kommen auf das Sparbuch. Wofür also eine Sterbegeldversicherung?

Nachteile des Sparbuches:

• Absicherung:
Es bedarf 20 Jahre (!) bis 6.000 Euro Summe angespart sind. Jetzt verstirbt man aber bereits im 2. Monat nach dem Sparbeginn, dann stehen 50 Euro für eine würdevolle Bestattung zur Verfügung. Die Angehörigen bezahlen den Rest.
• Verzinsung:
Aktuell kann man bei einem Sparbuch kaum von einer Verzinsung sprechen, teilweise gibt es sogar einen Negativ-Zins auf Sparguthaben. Unberücksichtigt der Inflation wird mein Erspartes allein dadurch von Tag zu Tag weniger.
• Steuerpflicht:
Fallen Zinsen an so sind diese zu versteuern. Negativzinsen können der Steuer nicht steuermindernd zugeführt werden.
• Härtefall / Sozialfall:
Tritt der Sozialfall ein, zum Beispiel durch Pflegebedürftigkeit, so wird das eigene Vermögen für den Sozialfall zuerst verwendet, bevor andere Leistungen, zum Beispiel durch staatliche Institutionen, gezahlt werden.

Wesentliche Vorteile der Sterbegeldversicherung:

• Absicherung:
Sofortiger Versicherungsschutz, spätestens nach Ablauf einer eventuell notwendigen Wartezeit
• Lebenslanger Versicherungsschutz:
Der Versicherungsschutz läuft ein Leben lang und das von Anfang an mit der vollen Versicherungssumme
• Steuerfreie Auszahlung:
Die Leistungen aus der Sterbegeldversicherung sind für die Angehörigen in der Regel steuerfrei.
• Schonvermögen:
Die Sterbegeldversicherung zählt zum Schonvermögen. Dies hat den großen Vorteil, dass die Leistungen aus dem Vertrag im sozialen Härtefall nicht angerechnet werden.
Ich habe ein Testament - brauche ich jetzt noch die Sterbegeldversicherung?

Ein Testament ist ein sehr wichtiges Dokument, was grundsätzlich jeder haben sollte, denn es regelt das Erbe, regelmässig aber nicht die Wünsche des Verstorbenen zu seiner eigenen Bestattung. Durch die Bestattungspflicht in Deutschlang muß eine verstorbene Person sehr schnell beigesetzt werden, ein Testament wird jedoch meist erst Wochen nach der Beisetzung geöffnet, so dass allein aus diesem Grunde ein Testament für die Bestattungswünsche des Verstorbenen nicht geeignet ist.

Die Umsetzung der Bestattungswünsche des Verstorbenen gewährleistet regelmässig jedoch die Sterbegeldversicherung, und das unabhängig von Terminen und regelmäßig rechtzeitig. Sämtliche Wünsche und Rahmenbedigungen zur Bestattung, Trauerfeier usw. können im Detail skizziert und umgesetzt werden. Dazu gibt es noch die finanzielle Vorsorge für die trauernden Angehörigen.

Testament und Sterbegeldversicherung ergänzen sich daher.